Der verbrauchsgestützte Energieausweis gilt vielen Eigentümern als unkomplizierte Lösung, weil er auf realen Verbrauchsdaten der vergangenen Jahre beruht und ohne aufwändige Vor-Ort-Analyse erstellt werden kann. Gleichzeitig liefert er weniger technische Detailtiefe als ein Bedarfsausweis und spiegelt immer auch das individuelle Nutzungsverhalten wider. Für Käufer, Verkäufer und Vermieter ist deshalb wichtig zu verstehen, wann dieses Format zulässig ist, welche Informationen darin stecken und wie sich die Ergebnisse richtig einordnen lassen.
Einsatzmöglichkeiten des Verbrauchsausweises: Passende Immobilienarten
„Ein verbrauchsorientierter Energieausweis ist vorrangig für Wohngebäude geeignet, die nach 1977 gebaut wurden oder entsprechende nachträgliche Energieeffizienz-Upgrades erhalten haben“, erklärt Markus Bittner, Geschäftsführer von Bittner Immobilien in Krefeld. Solche Immobilien müssen den energetischen Anforderungen der damaligen Wärmeschutzverordnung genügen. Zudem ist eine bestimmte Mindestanzahl an beheizten Wohneinheiten erforderlich, um eine solide Datenbasis für den durchschnittlichen Energieverbrauch zu gewährleisten. Bei kleineren, älteren oder nicht modernisierten Gebäuden ist meist ein Bedarfsausweis notwendig, da individuelle Heizgewohnheiten das Ergebnis zu stark beeinflussen können. „Eigentümer in der Region Krefeld sollten eine professionelle Überprüfung durchführen lassen, um sicherzustellen, dass ihr Gebäude die Kriterien für einen Verbrauchsausweis erfüllt“, rät Bittner.
Erstellung des Verbrauchsausweises: Von der Datenerfassung zum Energiekennwert
Die Erstellung eines Verbrauchsausweises basiert auf den Heiz- und Warmwasserverbrauchsdaten der letzten drei Jahre. „Diese Daten werden angepasst, um Wettereinflüsse auszugleichen und eine Verzerrung durch außergewöhnlich kalte oder warme Winter zu vermeiden“, erläutert Markus Bittner. Anschließend wird der Verbrauch auf die gesamte Wohnfläche verteilt und in einen einheitlichen Energiekennwert überführt, der als Endenergieverbrauch im Ausweis angegeben wird. Zusätzliche Angaben über die Heiztechnologie und den Energieträger ergänzen die Bewertung. „Interessenten sollten beachten, dass der Ausweis hauptsächlich das bisherige Nutzungsverhalten widerspiegelt und keine tiefgehenden Mängel der Gebäudehülle aufzeigt“, fügt Bittner hinzu.
Vergleich mit dem Bedarfsausweis: Vor- und Nachteile, Bewertungsansätze
Der Verbrauchsausweis zeichnet sich durch niedrigere Kosten und eine schnellere Verfügbarkeit aus und reflektiert die tatsächliche Nutzung eines Gebäudes. „Er bietet bei regelmäßig bewohnten Mehrfamilienhäusern ein realistisches Bild der Energieeffizienz“, so Markus Bittner. Allerdings lässt dieser Ausweis kaum Rückschlüsse auf den technischen Zustand der Immobilie zu und zeigt nur begrenzt Sanierungsmöglichkeiten auf. Der Bedarfsausweis beruht dagegen auf einer bautechnischen Untersuchung und ist unabhängig von individuellen Heizgewohnheiten, was ihn aufwendiger in der Erstellung macht. „Für eine umfassende Bewertung und geplante Investitionen ist es wichtig, die Ergebnisse im Kontext zu sehen und gegebenenfalls eine detaillierte Analyse der Bausubstanz und Anlagentechnik vorzunehmen“, empfiehlt Bittner den Eigentümern und Käufern in der Krefelder Region.
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Hinweise:
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s Sora
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